Uwe Schuchmann

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Anfrage vom 19.11.15: WLAN-Nachrüstung lokaler und regionaler SPNV im Dadina-Gebiet

Die Antwort ist weiter unten zu finden.

Vorbemerkung:

Die ständige Verbindung mit dem Internet ist für immer mehr Menschen ein großes Bedürfnis. Auch im Wettbewerb der Verkehrsmittel spielt es eine Rolle. Daher begrüßt es die CDU-Dadina-Fraktion, dass der Kreistag der dortigen CDU-Fraktion gefolgt ist und nun WLAN in den Dadina-Bussen geprüft wird. Auch beim neuen Verkehrsvertrag für die Main-Rhein-Bahn (Aschaffenburg - Wiesbaden) ist WLAN im Zug vorgesehen, und die neuen Air-Liner-Fahrzeuge wurden damit ausgerüstet. Doch es gibt noch Verkehrsverträge im SPNV, bei denen nach unserer Kenntnis kein WLAN besteht.

  1. Welche Möglichkeiten sieht der Dadina-Vorstand, um die Itino-Triebwagen der Odenwaldbahn mit der erforderlichen technischen Ausstattung für WLAN sowie Mobilfunk-Repeatern für besseren Telefonempfang auszurüsten (möglichst mit Zeitplan)?
  2. Welche Möglichkeiten sieht der Dadina-Vorstand, um die Triebzüge der Main-Neckar-Bahn ab Beginn des neuen Verkehrsvertrags mit mit der erforderlichen technischen Ausstattung für WLAN sowie Mobilfunk-Repeatern für besseren Telefonempfang auszurüsten (möglichst mit Zeitplan)?
  3. Welche Initiativen wird der Dadina-Vorstand ergreifen, um die Funklöcher aller Mobilfunknetze im Verlauf der regionalen Bahnstrecken zu schließen?
  4. Welche Initiativen (evtl. gemeinsam mit den Kommunen) wird der Dadina-Vorstand ergreifen, um die Stationen des SPNV sowie Knotenpunkte des lokalen ÖPNV mit WLAN auszurüsten?
  5. Welche Möglichkeiten sieht der Dadina-Vorstand, um die Busse des lokalen Verkehrs mit der erforderlichen technischen Ausstattung für WLAN sowie Mobilfunk-Repeatern für besseren Telefonempfang auszurüsten (möglichst mit Zeitplan)?
  6. Welche Möglichkeiten sieht der Dadina-Vorstand, um die Busse des regionalen Verkehrs mit der erforderlichen technischen Ausstattung für WLAN sowie Mobilfunk-Repeatern für besseren Telefonempfang auszurüsten (möglichst mit Zeitplan)?
  7. Welche Finanzierungsquellen möchte der Dadina-Vorstand erschließen, damit die WLAN- und Internet-Ausstattung des gesamten ÖPNV und SPNV sowie deren Betrieb mit Drittmitteln bezahlt werden, um so den ÖPNV-Etat weiterhin vollständig für das Leistungsangebot zu verwenden?

Kleiner Hintergrund:

Lokaler SPNV ist hier die Straßenbahn, regionaler SPNV sind alle Regionalzüge. Ab Dezember 2018 werden neue Triebwagen auf der Strecke Aschaffenburg – Darmstadt – Wiesbaden fahren, die mit WLAN ausgestattet sind. Doch der Vertrag zwischen RMV und Vias für die Odenwaldbahn sieht bisher kein WLAN vor.

Mit einer Beantwortung ist kurz vor Weihnachten zu rechnen.

Aus der Vorlage 0884-2016/DDN vom 25.01.2016

Bericht: Anfrage der CDU-Fraktion zur WLAN-Nachrüstung lokaler und regionaler SPNV im Dadina-Gebiet


Zur o. g. Anfrage wird wie folgt Stellung genommen:
Zu den Punkten 1. – 4. sowie 6. und 7. hat der RMV eine Stellungnahme abgegeben:
„Der RMV und seine Partner im Verbund beobachten sehr genau die technische Entwicklung, besonders im Bereich Digitalisierung, und diskutieren die daraus folgenden Ableitungen für den Nahverkehr im RMV-Gebiet. Als einer der wenigen Akteure aus der Nahverkehrsbranche hat sich der RMV dabei intensiv am sog. Runden Tisch eingebracht. Der Runde Tisch brachte erstmals Vertreter aus dem Nahverkehr, der Deutschen Bahn und der Mobilfunkindustrie zu einer übergreifenden Diskussion zum Thema „Mobilfunk- und Internetempfang in Nahverkehrszügen“ zusammen. Die Ergebnisse dieser intensiven Diskussionen haben dabei gezeigt,
 dass zur Verbesserung der Internetnutzung und/oder Telefonie in Zügen in jeglicher Ausprägung immer sehr umfangreiche Investitionen auf Seiten des Nahverkehrs erforderlich sind,
 bei für den Endkunden kostenloser Bereitstellung laufende Kosten in einem hohen zweistelligen Millionenbereich anfallen,
 zusätzlich sehr hohe Investitionen im Milliarden-Bereich durch die Telekommunikationsunternehmen zu tätigen wären, um das notwendige stabile Signal entlang aller Strecken zu gewährleisten, ohne das keine Verbesserung innerhalb des Zuges zu erreichen wäre - die Netzbetreiber sind allenfalls bereit, die Versorgung entlang von Strecken in Ballungsräumen mit eigenen Mitteln auszubauen,
 die technische Entwicklung extrem schnelllebig und z.T. noch unklar ist, welche Anforderungen sich bundesweit durchsetzen werden.
Nach Ansicht des Bundes deckt die Erhöhung der Regionalisierungsmittel die Investitionen ab. Er lehnt daher (bislang) eine höhere Beteiligung aus Bundesmitteln ab.
Nach Ansicht der Aufgabenträger dient die Erhöhung der Regionalisierungsmittel zur Stabilisierung der derzeitigen Leistungen und zum gezielten Ausbau insbesondere in den Ballungsräumen und reicht nicht aus, um zusätzlich technische Ausrüstung tragen zu können, wie sie im Fall „Verbesserung Mobilfunk- und Internetempfang“ notwendig wäre. Der Betrag von bundesweit 8 Mrd. €, den der Bund jetzt bereitstellt, liegt 500 Mio. € unter dem dafür nachgewiesenen Bedarf und die Dynamisierung der Mittel mit 1,8% jährlich statt 2,5% ebenfalls.
Für den RMV und seine Partner im Verbund steht dabei der Kundennutzen im Mittelpunkt. Ein Verzicht auf bestellte Verkehrsleistung zu Gunsten von verbessertem Internetempfang in Zügen halten der RMV und seine Partner für den falschen Weg.
Die weitere Entwicklung in diesem Bereich ist schnelllebig und z.T. noch unklar. Die Aufgabenträger werden im SPNV in den kommenden Jahren erst Erfahrungen sammeln. Der RMV wird sich daher weiter im Rahmen des Runden Tisches engagieren als auch Pilotprojekte umsetzen und die Erfahrungen auswerten.
Erste Projekte wurden bereits angestoßen:
 Der RMV hat bereits in den letzten SPNV-Ausschreibungen Vorgaben gemacht zum Einsatz von Repeatern bzw. über ein WLAN im Zug, so im Netz Main-Neckar-Ried (Repeater zur Verbesserung des Mobilfunkempfangs auf ca. 50% der Sitzplätze) sowie im Südhessen-Netz (kostenfrei nutzbarer Internetzugang über ein Fahrgast-WLAN für ca. 90% der Sitzplätze).
 Gemeinsame Überlegungen mit der VRR gibt es zu Nachrüstungen von WLAN-Technik bei Gebrauchtfahrzeugen, um über Pilotprojekte die verschiedene Gerätetechniken sowie Einbauproblematiken und Nachfolgekosten besser bewerten zu können. In anderen aufgabenträgerübergreifenden Netzen mit Beteiligung des RMV werden Möglichkeiten und geeignete Formen der Nachrüstung diskutiert.
Insbesondere bei den Ausschreibungen zeigt sich die Langfristigkeit solcher Vorhaben: Von der Konzeption und Aufnahme in die Ausschreibung bis zum Start der entsprechenden Netze vergehen i.d.R. mindestens 5 Jahre. Je schnelllebiger die technologische Entwicklung, desto größer hier auch das Risiko der Forderung nach Technologien, die zur oder kurz nach Betriebsaufnahme schon nicht mehr aktuell sind.

(Stand: 07.02.16)

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